Fast Close

Fast Close

Der Begriff Fast Close stammt aus dem angelsächsischen Raum und beschreibt sämtliche Verfahren und Methoden, die auf eine schnelle und zeitnahe Erstellung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses gerichtet sind. Die dabei vermittelten Informationen müssen sowohl inhaltlich verlässlich als auch auf aktuellem Stand sein, um dem Berichtsleser ein den tatsächlichen Vermögensverhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens bzw. des Konzerns zu vermitteln. Die zeitnahe zur Verfügungstellung eines Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses stellt dabei einen nicht zu vernachlässigenden Wettbewerbsvorteil dar. Unternehmen können so Ihre Attraktivität für Anteilseigner und Kapitalgeber signifikant steigern.


Im Zuge der weiter voranschreitenden Globalisierung der Finanzmärkte gewinnt das Thema Fast Close auch aufgrund der parallelen Abschlusserstellung nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) mehr und mehr an Bedeutung. Dabei unterscheidet sich der Fast-Close-Abschluss grundsätzlich nicht von einem normalen Jahresabschluss. Alle geltenden Rechtsvorschriften besitzen auch im Rahmen eines Fast-Close-Abschlusses uneingeschränkte Gültigkeit. Der dem Jahresabschluss vorgelagerte Prozess der Datenbeschaffung wird jedoch deutlich besser strukturiert. Dabei sollten die folgenden Prinzipien beachtet werden:

 

  • Verlagerung der Datenbeschaffung in Zeiten lange vor dem Jahresabschlussstichtag
  • Verkürzung der innerbetrieblichen Informationswege und Entscheidungsprozesse
  • Vereinfachung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

 

Die Verwirklichung eines Fast Close beginnt i. d. R. bei der Re-Organisation eines Unternehmens, insbesondere in deren Ablauforganisation.

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